Dienstag, 29. April 2008

hier nun auch...

Die Wiesenpieper sind umgezogen.

Nun hier: http://wiesenpieper.wordpress.com

Montag, 28. April 2008

gebeichtet

"Nahaa, Du durftest wohl dem Georg noch nicht die Haare schneiden??" fragte der Schwiegervater seinen Sohne. (ähm, naja, nee, nicht wirklich... und überhaupt, weshalb müssen sich eigentlich Vater und Sohn soo ähnlich sein???)

hibbelig

Aufgeregt, nervös und hibbelig werde ich, wenn ich daran denke, dass wir in nicht mehr ganz zwei Wochen unseren ersten Markt in diesem Jahr haben werden. Zum Mühlentag sind wir von einer kleinen Mühle in unserer Region eingeladen wurden, doch als Aussteller zu ihrem Mühlenfeste mitzuwirken (außer uns sind noch 20 andere eingeladen...). Und nun bin ich kribbelig, weil ich doch so gerne noch ein paar kleine Teilchen genäht haben wollte, aber merke, dass mir die Zeit zwischen den Händen davonfließt und ich nicht wirklich zu etwas komme! hach, hach, hach...

Sehnsucht

Weil die Großeltern Sehnsucht nach den Kindern (ich schließe jetzt uns Erwachsene da einfach mit ein) hatten, begaben sie sich gestern nach dem Mittagessen auf den 100 km langen weiten Weg ins alte Pfarrhaus und testeten somit unsere Spontanität, weil bei vorheriger Ankündigung man ja sonst das große Wirbeln bekommen hätte... (Haus wischen, saugen, Fenster putzen - ha, die waren sogar geputzt!?...)
Und da Großmutti den von den Kindern geliebten Prasselkuchen (Butterstreusel auf Blätterteig) mitbrachte und Muttern sogar selber Kuchen gebacken hatte, konnten wir im herrlichsten Sonnenschein unterm noch unbeblättertem Nussbaume auf dem frisch gepflasterem Hof einen Sonntagskaffee einnehmen. Das war schön - und gut, weil der Herr des Hauses somit gezwungen wurde, tatsächlich auch einmal "Sonntag machen zu müssen"... So blieb denn auch sämtliche vorgenommene Arbeit liegen ("Ich habe sooo viel zu tun!", "Ich müsste eigentlich noch das und das und das ... machen!") und Stephan nahm sich sogar Zeit, um mit den Wiesenpieper-Kindern in der Ihle, ein kleines fließendes Gewässer (zu klein für einen Fluss, zu groß für einen Bach??) unterhalb der alten Pfarrwiesen, kleine Stichlinge einzufangen, die dann später im heimischen Aquarium ausgesetzt wurden und nun ständig bestaunt und bewundert werden...

"Hach, das war ein schöner Tag!" - war dann auch die allgemeine Kindermeinung am Abend.

Donnerstag, 24. April 2008

goldiggelb

Weil der Kindergarten, in welchen unser Jakob nun seit einigen Monaten wieder geht, in der acht Kilometer weit entfernten größeren Ortschaft ist, kommen wir täglich in den Genuss, durch Robinienwälder, Eichenalleen, Wiesen und Felder fahren zu dürfen. Und gestern Mittag, auf dem Heimweg, meinte Jakob dann mit Blick auf die nun unter der Sonne erblühende Natur: "Oooh, Mama!! Soo viele Löwenzähne!" Dass es sich dabei um ein Feld Raps handelte, wurde letztlich nur mit dem Kommentar "achso, der blüht auch schon?!" abgetan... Tja, die Landjugend von heute ;-)

Mittwoch, 23. April 2008

Sonne

Sonne satt über dem altem Pfarrhaus... Endlich!!!

Dienstag, 22. April 2008

*wiiehiiep*

Johannes lernt seit fast zwei Jahren das Klavierspielen. Seine heimliche Liebe aber gilt dem Blechblasinstrumente, genauer der Trompete. ("Wie Papa!") Nun lernt er nebenbei auch das Spielen der Blockflöte. Quasi als Vorbereitung (oder als Hinhalteversuch, um sich den quietschenden Lärm so lange wie möglich vom Hals bzw. von den Ohren zu halten??) . Und während der ehrgeizige *hüstel* Junge so übt und fiept und weiter übt, sitzt Georg derweil andächtig mit im Raum und beobachtet und beobachtet. Bis es plötzlich auch aus seiner Ecke fiept: "wiep.uwiep.wiiehiiep". - Da ahmt doch der kleine Kerl das Flöten nach!! (Und im scheinbar unbeobachtetem Moment ergreift er die Flöte und "wiept" auf ihr herum...)

angekommen?!

Woran merkt man, dass man nach fast vier Jahren in einem kleinen, verträumten, 600-Seelen-großem Dörfchen am Rande des Flämings angekommen ist?

Wenn einem die Großmütterchen vom Straßenrand aus freundlich ins Auto hinein winken...

Wenn der ortsansässige Bäcker samstags schon genau weiß, wieviel und welche Brötchen man kaufen möchte bzw. schon zurückhält und das jeweilige Brötchenholende Kind mit der Frage "Wie immer?" empfängt...

Wenn man selber langsam die unterschiedlichsten Leute mit Namen ansprechen kann und von diesen mittlerweile mit Handschlag begrüßt und mit freundlichem Schlag auf die Schulter verabschiedet wird...

Wenn man unerwartet Besuch bekommt und dieser in alten Fotos gekramt hat und letztlich diese alten Fotografien (vom alten Pfarrhaus) als Geschenk zurücklässt...

Sicherlich gibt es noch einige andere Dinge aufzuzählen, die mir aber jetzt spontan nicht einfallen wollen. Und sicherlich ist es nicht immer wirklich einfach, in einem solch kleinem Ort zu leben, der weder Schule noch Einkaufsmöglichkeit hat (bis auf den bereits erwähnten Bäcker, der genau genommen auch bloß eine Verkaufsstelle ist...), der geprägt ist vom hohen Wegzug der jungen Leute und der allgemein schlechten Arbeitssituation in der hießigen Region. Manchmal wünsche ich mir die Anonymität der Großstadt zurück, vermisse das kulturelle Leben, zu welchem man sich hier, wo es eben nicht mehr direkt vor der Haustür liegt, viel zu selten aufrafft; sehne mich nach dem guten Obst- und Gemüseladen an der Ecke und dem oft frequentiertem Bücherantiquariat etc. ... Aber ich weiß auch, dass die Kinder, wenngleich sie auch lange Anfahrtswege zur Schule in Kauf nehmen müssen, doch sehr ihrem Bewegungs- und Entdeckungsdrang frönen können und dass der Pfarrgarten mit dem kleinen Ulmenwäldchen nahezu ein Paradies für die Phantasie der Kleinen bietet... Es ist wie überall: man muss das Gute sehen :-)

Montag, 21. April 2008

Wer will fleißige Handwerker sehen??

Während Mann, also Stephan, das Wochenende ganz unter das Zeichen des Steinekarrens und Unterbau wegfahren gesetzt hat, bauten die lieben Kinderlein aus dem mühsam geschlagenem Holze Burgen, die mit Borkenabwehr gegen Borkenangriffe verteidigt wurden. Georg indessen schleppte den Grus (schreibt man das so??) von Haufen zu Häufchen und staubte sich vollends - bis in die Windel - damit ein...



Jakob auf der "Affenschaukel", die unser Nachbar für die Kinder an unserem Nussbaum angebracht hat - und die schon heftig bespielt wurde.


Jakob und seine "Burg", aus dem Fenster schauend...

Johannes und seine Festungsanlage. Die Sammlung der Borkestücke ist leider nicht mit auf dem Bild, dafür hat sich aber Jakob noch im letztem Moment mit draufgestohlen :-).

Georg mit seiner "Ottifanten"- Jacke, vormals rot, jetzt grau.grau.grau





Mittwoch, 16. April 2008

I.K.E.A.

Am Montag waren eine liebe Freundin und ich gemeinsam mit Jakob und Georg beim Möbelschweden... Hach, beginnend mit einem üppigen Frühstück über Kaufrausch in der Stoff- und Haushaltswarenabteilung bis zum obligatorischem Köttbular - Mittagessen war es ein wunderbarst gelungener Tag, so ganz ohne gestresste Ehemänner, die schon immer zwei Abteilungen voraus sind und sich mittlerweile die Frage "Sind wir jetzt fertig?" verkneifen...

Dank der Freundin, die intensivst mit Georg übte, ruft der jüngste Wiesenpieper nun seinen nächstälteren Bruder mit Namen: "Jaa-hooo(b)" ... naja, oder so ähnlich :-)

Einziger Wehrmutstropfen ist stets die laaange Anfahrt! Mit Magde.burg liegen wir hier genau im Leipzig-Berlin-Braunschweig-Dreieck, jeweils gut über eine Stunde Fahrt... Wäre doch wirklich an der Zeit, eine Niederlassung in unserer Gegend zu eröffnen??!

gerade

schiebt sich etwas Sonne durch die Wolken. Die drei großen Kinder hielt es nicht mehr im Haus und nun hüpfen sie mit ihren ollen Gummistiefeln durch all den Matsch und die Pfützen auf dem noch unbefestigten und mächtigst aufgewühltem Pfarrhof. Jener erfährt just in diesen Tagen eine Veränderung nach der anderen, soll doch bald ein ansprechendes Natursteinpflaster sein Gesicht verschönern! Wie sehr wir uns darauf freuen! Nur der Weg dahin ist so unsagbar - schlammig!! Warum muss es auch ausgerechnet dieses Frühjahr so viel regnen? Sämtliches Schuhwerk ist mollerig; und selbst wenn die Schuhe geputzt sind, schafft man es doch nicht, unseren Hof sauber zu verlassen... Und so hoffe ich weiter auf Sonne, auf dass all das Wasser wegtrocknen möge...

kryptisch...

In den letzten Tagen lag im alten Pfarrhaus ein Hauch von Umbruch in der Luft. Gedanken in die Zukunft. Großes Grübeln - und dann letztlich die Entscheidung: es bleibt alles beim Alten. Auch angenehm zu wissen, dass man gerade aufgeschlagene Zelte nicht wieder abreißen muss, dass man das zaghaft wurzelnde Pflänzchen weiterhin wachsen lassen darf... :-)

(Für den Insider: die Wiesenpieper bleiben also Wiesenpieper... ;-) )